
Informationen
Ein gemeinnütziges Projekt, das ländliche Gemeinden in Tansania in den East Usambara Mountains dabei unterstützt, einheimische Schmetterlinge zu züchten und zu vermarkten – und so Armut zu verringern und gleichzeitig einen praktischen Anreiz für den Schutz der Wälder zu schaffen.
Die Schmetterlingszüchter werden von einem gewählten Vorstand aus 12 ehrenamtlichen Schmetterlingszüchtern vertreten. Dieser Vorstand legt Preise und Richtlinien fest und entscheidet über die Verwendung des Dorfentwicklungsfonds.
Die Mitgliedschaft wird von den Züchtern selbst geregelt. Neue Züchter dürfen nur dann beitreten, wenn zusätzlicher Produktionsbedarf besteht. Dadurch wird ein Überangebot bei Arten vermieden, die bereits in ausreichender Zahl gezüchtet werden.
Mehr als 50 % der teilnehmenden Züchter sind Frauen. Damit stellt das Projekt eine wichtige Einkommensmöglichkeit für Frauen in den beteiligten ländlichen Gemeinden dar.
Das Projekt ist Teil der Tanzania Forest Conservation Group, die technische Unterstützung bei Zucht, Vermarktung, Export, Finanzmanagement und Naturschutzmaßnahmen bietet.
Das Ziel besteht darin, Armut zu verringern und einen Anreiz für den Schutz der Wälder zu schaffen.
Vertreter sammeln zweimal pro Woche Puppen bei den beteiligten Züchtern ein. Die Puppen werden sortiert, verpackt und per Kurier an Schmetterlingshäuser in Europa oder den Vereinigten Staaten verschickt, wo die Schmetterlinge schlüpfen und in geschlossenen Gartenvolieren freigelassen werden.
Projektvertreter sammeln zweimal pro Woche Schmetterlingspuppen bei den beteiligten Züchtern ein.
Die Mitarbeiter sortieren die gesammelten Puppen und verpacken sie in Kartons, die mit Styropor und Baumwolle ausgekleidet sind.
Am folgenden Tag beginnen die Puppen ihre drei- bis viertägige Reise per Kurier zu Ausstellungen mit lebenden Schmetterlingen.
Nach der Ankunft werden die Puppen aufgehängt, bis die Schmetterlinge schlüpfen. Anschließend werden sie in geschlossenen Volieren freigelassen, wo Besucher sie beobachten, kennenlernen und genießen können.
In einer Gemeinschaft, in der Haushalte üblicherweise weniger als 400 US-Dollar jährliches Bareinkommen erzielen, schafft die Schmetterlingszucht ein wertvolles Zusatzeinkommen. Nach Angaben des Projekts ist das Einkommen eines durchschnittlichen teilnehmenden Haushalts seit Beginn der Schmetterlingszucht um 25 % gestiegen.
Auf der Quellseite wird angegeben, dass lokale Haushalte üblicherweise weniger als 400 US-Dollar pro Jahr an Bareinkommen erzielen.
Obwohl die Schmetterlingszucht für die meisten Haushalte eine Nebentätigkeit ist, ist das Einkommen eines durchschnittlichen Haushalts seit dem Beitritt um 25 % gestiegen.
Ein einziges Schmetterlingsweibchen kann im Laufe seines Lebens zwischen 250 und 500 Eier legen. Daher werden nur wenige Weibchen benötigt, um Populationen in Zucht aufzubauen.
Aufgrund der kurzen Lebensdauer tropischer Schmetterlinge bestellen Ausstellungen in der Regel alle zwei bis drei Wochen neue Puppen.

Naturschutz muss zu einem Vorteil werden, nicht zu einer Belastung.
Das Projekt verbindet Einkommen mit dem Zugang zu Wäldern, Futterpflanzen und genetischer Vielfalt und macht dadurch den Erhalt des Waldes zu einem wirtschaftlichen Vorteil für die lokalen Züchter.
Die East Usambara Mountains sind Teil des Eastern Arc, eines weltweit bekannten Hotspots der biologischen Vielfalt. Die Wälder dieser Berge sind seit Millionen von Jahren von anderen feuchten Waldgebieten isoliert. Dadurch konnte sich eine große Vielfalt einzigartiger Primaten, Vögel, Chamäleons, Frösche und Insekten entwickeln.
Gleichzeitig erhalten die Berghänge viel Niederschlag und sind daher attraktive Gebiete für die Landwirtschaft. Mit dem Wachstum der Bevölkerung wurden Wälder für Teeplantagen und kleine landwirtschaftliche Betriebe gerodet. Lokale landwirtschaftliche Praktiken können nicht nachhaltig sein, wenn Wälder gerodet werden, um zusätzliche Anbauflächen zu gewinnen.
Die Wälder stehen außerdem unter Druck, weil sie als Quelle für Baumaterialien, Holzkohle und Brennholz genutzt werden. Das Ergebnis ist eine Landschaft mit einer außergewöhnlichen Artenvielfalt, deren einzigartige Arten zugleich vom Aussterben bedroht sind.
Um die verbliebenen Wälder zu schützen, hat die Regierung Tansanias Waldschutzgebiete eingerichtet. Dies kann jedoch die Armut in Gemeinden verstärken, die für ihr Einkommen aus Holzeinschlag und für die Ausweitung ihrer landwirtschaftlichen Flächen auf den Wald angewiesen sind, während die staatlichen Ressourcen für den Schutz der Gebiete begrenzt bleiben.
Die Schmetterlingszüchter in Amani sind auf nahegelegene natürliche Wälder angewiesen, um Futterpflanzen und genetische Vielfalt zu erhalten. Dadurch ist der Wald unmittelbar mit ihrer Lebensgrundlage verbunden – insbesondere, weil viele der von den Züchtern genutzten Wälder innerhalb geschützter Gebiete liegen.
Die Züchter nutzen die natürlichen Wälder in der Nähe ihrer Gemeinden als Quelle für Futterpflanzen für ihre Schmetterlingszucht. Dadurch ist der Erhalt des Waldes unmittelbar mit ihrer Lebensgrundlage verbunden.
Die Züchter können männliche Schmetterlinge untereinander austauschen oder weitere Exemplare aus der Wildnis fangen, um gesunde Zuchtpopulationen zu erhalten.
Der Zugang zu natürlichen Wäldern senkt die Kosten für die künstliche Nachbildung von Luftfeuchtigkeit, Schatten und anderen Bedingungen, die für die Schmetterlingszucht erforderlich sind.
Die folgenden Inhalte fassen die ergänzenden Informationen der Seite in redaktionell aufbereiteten Abschnitten zusammen, um sie in einer modernen statischen Vorlage leichter lesbar zu machen.
Das Amani-Schmetterlingsprojekt verkauft außerdem einige präparierte Schmetterlinge an Händler und Sammler.
Die wichtigste Grenze für eine weitere Expansion ist die vergleichsweise geringe Größe des Marktes für Ausstellungen mit lebenden Schmetterlingen.
Um den Markt für gezüchtete Schmetterlinge zu vergrößern, hat das Projekt die Herstellung von Schmetterlingssouvenirs für Touristenmärkte in Tansania sowie für die Geschenkläden von Schmetterlingsausstellungen in Europa und den Vereinigten Staaten geprüft.
Aufgrund der hohen Fortpflanzungsrate von Schmetterlingen wird auf der Quellseite angegeben, dass eine sehr begrenzte Entnahme durch die Züchter die Gesundheit der Wildpopulationen nicht beeinträchtigen sollte.
Die Seite nennt die Zerstörung von Lebensräumen als Hauptursache für das Aussterben von Schmetterlingen und stellt die Schmetterlingszucht als Anreiz dar, sowohl den Lebensraum der Schmetterlinge als auch die übrigen Artengemeinschaften der East Usambara Mountains zu schützen.
Die Seite weist darauf hin, dass eine Studie aus dem Jahr 2006 darauf schließen lässt, dass die Verbindung zum Naturschutz einen positiven Einfluss auf das Verhalten und die Einstellung der Schmetterlingszüchter gegenüber dem Waldschutz hatte.
Indem die vom Wald abhängige Schmetterlingszucht zu einer Einkommensquelle für Haushalte und Gemeinden wird, schafft das Projekt einen konkreten Anreiz, genau jene Wälder zu schützen, von denen die Schmetterlinge abhängig sind.